Aktuelles
Zeit:
Pacific Standard Time: 23.07.2009 07:00:00
Deutschland: 23.07.2009 16:00:00
Unterwegs mit Ria und Georg (Peru u.Bolivien) 00:37:43 31.03.11
Aufgrund eines durchschnittlichen hoehenprofils von 4000 metern, werden die Naechte in den Anden bitterkalt. Es ging runter bis auf minus 15 grad bei sehr eisigem Wind. Dies bekam Nils sehr deutlich zu spuehren. Er wurde sehr krank und musste Nachts bis zu 6 mal aus dem Schlafsack, um seine Notdurft zu verrichten... Das haelt man natuerlich auf dauer nicht durch. Doch Rettung kam, wie aus dem nichts. Ein deutsches Ehepaar, das schon seit sehr langer Zeit mit ihrem Wohnmobil durch die Welt reist, gabelte uns auf, bis ins naechste Krankenhaus, wo Nils sich der Untersuchung eines Arztes unterziehen konnte. Allein davon kann man ein ganzes Buch schreiben. Der Besuch im Krankenhaus und bei den Aerzten war sehr abenteuerlich...
Mit den Beiden ging es dann im Wohnmobil Richtung Tittikakasee. Nils erholte sich schnell und konnte auch langsam wieder feste Nahrung zu sich nehmen, wie man hier sieht... :-)
Am Tittikakasee machten wir einen Ausflug zu den "schwimmenden Inseln". Dort lebt ein Folk ausschliesslich auf kleinen Strohinseln und verkauft handgemachten Schmuck.
Die hatten wir fast eingepackt :-)
Altiplano (Peru) 23:14:28 30.03.11
Hier oben auf dem Altiplano scheint die zeit stehen geblieben zu sein. Teilweise leben die Menschen hier noch wie zu Opas Zeiten. Die Felder werden noch in harter Arbeit von Hand bestellt. Das ist eine unglaubliche Erfahrung diesen Teil der welt einmal mit dem Rad zu "erfahren". Die landschaft und die Eindruecke sind einfach unvergesslich spektakulaer!
Hier ueberquerten wir auch, den bis dahin hoechsten Pass von 4338m. ueber dem Meeresspiegel. Dort oben ist die Luft recht duenn und man kommt ganz schoen ins schnaufen. Aber es ist wie schon gesagt SPEKTAKULAER !!
Besonders Landkarten sind fuer die Einheimischen immer sehr interessant
Froehliche Kinder, die uns ein Stueck begeliteten
11 Leute im Auto. Na wenn das nicht oekologisch ist...? :-)
Aber auch hier trafen wir andere Radler. Sie kamen uns entgegen. Zwei Belgier.
Hat man soetwas schon gesehen?
Wir brauchten mal wieder Benzin fuer unseren Kocher. Fuer zusaetzliches Bleiaroma :-)
Aber es gibt auch hier oben ein wenig Zivilisation
Campen an sehr heissen Quellen. Eine extreme Wohltat. Es stank allerdings sehr nach Schwefel...
Cusco (Peru) 21:55:20 30.03.11
Cusco ist einer unserer Lieblingsstaedte in Latein Amerika. Der Historische Teil der Stadt ist sehr beeindruckend. Hier trafen wir auch Holger und Anja wieder. Die sind schon seit mehr, ls 4 Jahre auf ihren Motorraedern unterwegs. Wir trafen sie damals im Jahr 2009 das erste Mal in Alaska. Und als wir ihnen hier in Cusco begegneten, war die Freude unbeschreiblich !!
Wir verbrachten herrliche drei wochen in Cusco zusammen, kochten fast jeden Abend zusammen und erzaehlten von unseren Abenteuern.
Erst noch was frisches vom Metzger...
Besonders der grosse Markt hatte uns in de Stadt Cusco fasziniert. Hier gab es die frischesten und exotischsten Fruechte. Auch die Haendler (groesstenteils Frauen) waren sehr interessant zu beobachten.
Bei unserem ersten Besuch auf dem Markt wurden wir jedoch etwas entteauscht. Wir freuten uns schon seit langem mal wieder auf nen herrlichen Kartoffelsalat. Dafuer fanden wir so ziemlich alle Zutaten. Peru ist naemlich das Land mit den meisten Kartoffelsorten. Das war auch nicht das Problem...
Verzweifelt fragten wir saemtliche Leute Nach einfachen Gurken aus dem Glas. Da wir nicht so ganz wussten, was das auf Spanisch heisst, zeigten uns die Frauen, die unterschiedlichsten Kreauter und Gemuese. Unter anderem wollte man uns Tonnenweise Kokain-blaetter andrehen... "NEIN !! Wir wollen kein Kokain herstellen, sondern Kartoffelsalat !! Den isst man mit dem Mund und saugt ihn nicht durch die Nase!" Ausserdem waere das bestimmt schmerzhaft. Das konnten wir den Leuten nicht so ganz vermitteln und die Gurken blieben aus :-(
Was ist das nur fuer ein Land indem man leichter an Kokain-blaetter rankommt, als an Gurken und wo die Taxifahrer streiken, weil man ihnen das Alkoholtrinken waerend der Fahrt verbietet ???? Das gibt es ja bestimmt nichtmal auf Malle :-) :-)
1 Liter frischgepresster Saft nach Wahl : nichtmal nen Euro.
Pflege und Wartung unserer Stahlroesser bzw. Alluminiumroesser...
Alles wurde mal gruendlich gewartet.
Peru 21:01:08 30.03.11
An der Gremze von Peru herrschte jede Menge Trubel. Anscheinend waehlten wir einen Nationalfeiertag. Zur Begruessung maschierte eine schwerbewaffnete Soldatentruppe mit Kapelle, im ordentlichen Stechschritt an uns vorbei. Die Kapelle spielte eine fuer uns undefinierbare "Melodie".
Da wir schon von mehrfachen Ueberfaellen auf Radler, im noerdlichen Teil Perus gehoert haben, entschieden wir uns, diesen Teil motorisiert zu ueberbruecken. Hierzu diente ein Taxi, wo der Fahrer unsere Raeder einfach auf's Dach schnallte (was Nils SEHR nervoes machte) und uns fuer umgerechnet 15 euro, die ersten 130 Kilometer in die naechste Stadt brachte.
Zeit ist bekanntlich Geld und der Fahrer brachte uns mit Hoechstgeschwindigkeit, des Fahrzeugs ( 110 kmh) auf einer sehr einsamen Strasse in die naechste Satdt. Als wir die Stadt erreichten, wurde der Fahrer sehr hektisch und trampelte auf der Bremse herum. Leider brachte das nicht viel... Das Auto bremste zwar ein wenig, aber es war noch immer nicht genug, um es an einer Ampel zum stehen zu bringen. Wir knallten also in ein anderes Fahrzeug.
Anders, als bei uns wurde die ganze Sache nur mit einem aergerlichem Blick und einer inspektion des jeweiligem Fahrzeugs geregelt. Nils half dem Fahrer, die verbeulte Motorhaube wieder gerade zu biegen und den Wagen von der Kreuzung zu schieben. Wir entluden das Auto und entschlossen uns, nach einer Unterkunft zu suchen. Der Taxifahrer stieg wieder in sein Taxi und machte sich auf den Rueckweg. Als wir ihn fragten, ob das nicht gefaehrlich sei, so ohne Bremse zu fahren, blickte er uns nur fragend an und meinte :'ich weiss nicht, was ihr habt !? ich habe doch ne Handbremse..." Willkommen in Peru!! :-)
"...mit einem Taxi nach Paris..." aehm... durch Peru meine ich :-)
Noch immer in Ecuador 19:31:55 30.03.11
Als wir eines Tages nach einem langen und heissen Tag eine kleine Campingoase fanden, waren wir echt heilfroh uns an diesem wunderschoenen Platz ausruhen zu koennen. Muede und zufrieden bauten wir unser Lager auf und schliefen zufrieden ein.
Mitten in der Nacht, gegen halb eins, wurde Caro von einem seltsam, flimmernden Licht und einem leisen Knistern wach. Ein Feuer !!! Sofort weckte sie Nils, der sofort hellwach aus dem Zelt sprang, um die Lage zu checken. Riesige haushohe Flammen loderten in der ca. 70 meter entfernten Zuckerrohplantage. Die hitze war beireits auf der Haut zu spuehren. Nur die Ruhe bewaren hiess es. Das Feuer kam langsam naeher und das Licht der Flammen blendete schon fast. Wir entschieden uns erst mal Schuhe anzuziehen, das noetigste zusammenzupacken und die Flucht zu ergreifen. Als wir realisierten, das das Feuer bedrohlich nahe kam, und auf die Beaume ueberzugreifen drohte, beschlossen wir, alles zurueckzulassen und uns selbst in sicherheit zu bringen. Ausserdem war es fuer uns wichtiger, die Leute im anliegendem Haus zu wecken, um auch sie vor den Flammen zu bewaren. Wir klopften an die Tueren und Fenster und bruellten aus Leibeskraefte "Fuego !! Fuego !!".
In ihren Schlafgewaendern kamen die Leute aus dem Haus. Auch sie mussten erstmal begreifen was los war. Die Flammen waren inzwischen nur noch 30 meter vom Haus entfernt und waren noch immer haushoch.
Der Mann rannte runter zum Garten und kam mit einem leacheln wieder zurueck. Danach war uns gar nicht zumute. Er meinte, das das Feuer ein kontroliertes Feuer sei, um das Zuckerrohr besser ernten zu koennen... Und gluecklicherweise hatte er recht behalten. Kurz vor beginn des Gartens wurden die Flammen ploetzlich kleiner bis es in weniger, als einer Minute, wie von geisterhand erlosch.
Die Gefahr war gebannt. Aber richtig geschlafen haben wir selbst in den folgenden 3 naechten nicht wirklich.
Dahinter die Plantage. Erst wollten wir sogar in der Plantage zelten...
Richtung Baños... (Ecuador) 18:51:36 16.07.10
Weiter ging es dann in Richtung Baños. Das ist eigentlich eine Strecke, die für viele Touristen als wunderschöne Downhill-piste genutzt wird. Knappe 50 Kilomter bergab!! Die Strecke war auch wirklich wunderschön!! Wasserfälle plätscherten auf die Strasse von der man ebenfalls eine wunderschöne Aussicht auf eine tiefe Schlucht hatte...
Das Dumme war nur, das wir nach Baños mussten und nicht von dort kamen. Das hiess : 50 Kilometer bergauf und in grinsende Gesichter der Touristen im Geschwindigkeitsrausch blicken !! :-(;-)
Ausserdem stand auch Nils sein 30sigster Geburtstag auf dem Programm...
30 Jahre!! Und noch kein´s davon ist sein´s ;-)
Es gab auch ein leckeres 3 Gänge-Menü für 1.25 Dollar.
Das ist allerdings auch immer ein kleines Risiko für Magen und Darm...
Wer von den beiden ist Nils...?
Von Caro gab es nen Strauss Blumen :-)
Hier nochmal ein paar gemischte Bilder Von Ecuador, das uns durch seine extreme Vielfallt super gefällt !!
Auch modernste Technik kommt hier oben an.
Nicht nur wir sind schwer beladen...
Ecuador... Ich sehe nicht´s mehr :-( 18:13:41 16.07.10
Mittlerweile halten wir uns ständig auf Höhen zwischen 2300m und 3500m auf. Radeln über den Wolken ist ok. Aber Radeln in den Wolken ist sehr zermürbend, weil die Belohnung steiler und langer Anstiege durch traumhafte Aussichten von einer dicken Wolkensuppe verschluckt wird... :-(
Die Wolken ziehen sehr schnell auf. Es ist nicht unüblich, das hinter einer langen Kurve eine Wolkendecke auf uns lauert...
Zwischen den beiden Bildern....
Nach so vielen Bergen, hier auch mal was Flaches... 18:00:33 16.07.10
Zwei Vampire radeln auf einem Tandem aus dem Wald heraus. Nach einer kurzen Weile geraten sie in eine Polizeikontrolle...
Polizist : " Sie sind ja so blass! Haben sie etwa etwas getrunken?? "
Vampire : " Ähm... ja - zwei Radler... " :-)
Mitten in den Anden... (Ecuador) 17:46:35 16.07.10
Die Anden sind zwar sehr anstrengend mit dem Rad zu bereisen, jedoch gibt es so gut wie immer etwas zu erleben. Das geht von Strassen mit unglaublich schöner Aussicht, bis hin zu Begegnungen mit sehr interessannten Menschen.
Es ist wunderschön hier und kommt nur richtig rüber....
....wenn man selbst mittendrinn ist.
Wir hatten meist Glück mit dem Wetter.
Auch sehr hoch in den Bergen begegnen wir noch Menschen, die auf sehr interessannte Art und Weise ihr Leben gestallten müssen.
Es ist absolut faszinierend, wenn man zum Beispiel beobachtet, wie die Leute ihre Felder, die oft an extrem steilen Hängen und über 3500m liegen, noch mit Pferden, Eseln oder Ochsen bearbeiten. Hier packt die ganze Familie mit an, wenn es zum Beispiel noch darum geht ein Kornfeld von Hand mit einer Sichel zu ernten oder Schafe und Kühe zu den Grasplätzen zu treiben.
Die Kleine gehört wohl eigentlich in die Schule...
Hier in den Anden ist das "wild-campen" endlich wieder möglich, da versteckte und freie Plätze für unser "Haus" oft leicht zu finden sind. Teilweise hatten wir Zeltplätze, die wir gegen kein Hotelzimmer eintauschen würden, selbst wenn es 6 Sterne hätte!
Einer unserer besten Zeltlätze der gesammten Tour hoch oben auf nem Berg...
...mit wunderschönem Sonnenuntergang auf der einen Seite...
...und tollem Blick bei Nacht auf eine kleine Stadt, auf der anderen Seite.
Dieser Platz lag hoch oben neben einem Sendemast. Es hat fast eine Stunde gedauert, bis wir die Fahrräder den Hang hochgezogen hatten. Aber das war es uns eindeutig wert !!
Wenn man genau hinsieht, kann man vielleicht den Mast auf dem Berg erkennen.
Wenn wir allerdings mal keine geeignete Stelle finden konnten, durften wir auch freundlicherweise unser Zelt bei sehr netten Leuten aufstellen, die wir vorher um Erlaubnis baten.
Es ist übrigens kein Klischee, das die Leute in den Anden Meerschweinchen essen... Als wir zum Beispiel eines Abend völlig abgekämpft unser Zelt vor einer Hütte aufstellen durften, fragte man uns, ob wir noch was essen wollten. Wir lehnten dankend ab, da wir unseren Kocher schon angeworfen hatten, um Spagetti zu kochen. Das war vielleicht unser "Glück" :-)
Auf geht´s.... (Ecuador) 21:43:21 15.07.10
Ja... "auf geht´s..." im wahrsten Sinne des Wortes... Um in das wunderschöne La Oriente zu gelangen, galt es erstmal Ecuadors höchste Strasse mit dem höchsten Pass von über 4000 Metern zu überwinden. Es ging fast 40 Kilometer nur bergauf... Mal mehr mal weniger steil. Jedoch wurde das durch eine oft spektakuläre Aussicht belohnt !! Hinzu motivierte uns noch, dass sich hinter dem Pass ein Ort mit heissen Quellen befand, die nur darauf warteten, unsere Beine von den Strapazen zu entspannen :-)
Oft fanden wir supertolle Stellen für unsere Pausen.
Wir staunten auch nicht schlecht, als wir mal sahen, dass ein lebendiges Lama mal zusammen mit den Koffern im Gepäckraum eines Busses verstaut wurde.
Die Busse fahren oft sehr rasannt...
...wussten unseren Beinen wirklich zu schätzen :-)



























































